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17 Kinder und kein Ende

Verfaßt von gabyde     Kategorie: Ahnengeschichten

Als ich seinerzeit die Urkunden zu den Nachkommen meines Ururgroßvaters Friedrich Hucklenbruch aus Mettmann anforderte, ahnte ich noch nicht, was mich erwarten würde. Als ich dann nach mehreren Monaten Wartezeit einen dicken Umschlag mit fast 100 (!) Urkunden bekam, war ich ziemlich beeindruckt: 9 Kinder mit der ersten Frau, 3 mit der zweiten (eines davon meine Urgroßmutter).

Das war aber für damalige Verhältnisse nicht ungewöhnlich. Ich wurde erst dann hellhörig, als mich eine Nachfahrin vom ihm kontaktierte, die von keinem dieser 12 Kinder abstammte, sondern von einer Tochter Flora, die er mit seiner späteren zweiten Frau hatte, als er noch mit der ersten verheiratet war! Daraufhin machte ich mich auf die Suche in den Kirchenbüchern von Motzlar (dorther stammte seine zweite Frau) und fand 4 weitere Kinder. Diese waren nach dem Geburtszeitpunkt zurückgerechnet immer ungefähr Ende März/Anfang April gezeugt worden. Man konnte also davon ausgehen, daß Friedrich als Saisonarbeiter in Motzlar war.

Leider habe ich nie herausgefunden, was aus diesen anderen 4 Kindern geworden ist, weil es eine Lücke in den Kirchenbüchern gibt. Flora jedenfalls kam mit der Mutter nach Mettmann, als Friedrichs erste Frau gestorben war und er die Mutter seiner nebenehelichen Kinder heiraten konnte.

Angemerkt sei noch folgendes: Bei der Geburt eines seiner Kinder aus erster Ehe war er nicht anwesend, sondern verweilte in Schleswig-Holstein. Man könnte also mutmaßen, daß es vielleicht auch noch Nachkommen von ihm weiter im Norden gibt 😉

Später wurde er dann seßhafter und bekam eine Anstellung bei der Bahn. Damit gehörte er dann zu den Besserverdienenden und konnte auch angemessen für seine recht große Familie sorgen.

P.S. Sollte irgendjemand mal in Schleswig-Holstein in den 1850er bis 1870er Jahren über Kinder von einem Friedrich Hucklenbruch aus Mettmann stolpern, so würde ich um Nachricht bitten. Ebenfalls wenn jemand etwas über das Schicksal der anderen 4 Kinder aus Motzlar (Joseph, Monika, Thekla und Antonia Fürst) weiß.

Generationenversatz

Verfaßt von gabyde     Kategorie: Ahnengeschichten

Ernst Cording (1857-1937), mein Altvater, hat es weit gebracht. Als er 1881 meine Altmutter Emma Hermes heiratete, war er noch Fabrikarbeiter. Er machte dann eine Schlosserlehre, machte seinen Meister, und bereits 1904 gründete er ausschließlich mit seinem eigenen Vermögen eine GmbH und war Besitzer einer Fabrik für Baubeschläge mit 9 Fallhämmern.

Emma war 1899 nach dem 10. Kind im Kindbett gestorben. Ernst heiratete dann eine etwas ältere Frau, die 1924 im Alter von 70 Jahren starb. Zu dem Zeitpunkt war aber bereits seine zukünftige dritte Frau, die damals 28 Jahre junge Klara Steinbach, mit seinem jüngsten Sohn, Peter Otto, schwanger. Ernst und Klara heirateten 1925, als er 67 und sie ganze 29 Jahre alt war. Trauzeugen waren meine Urgroßeltern, die beide zu dem Zeitpunkt schon Anfang 40 waren.

So bekam also meine Urgroßmutter mit 42 Jahren noch einen kleinen Bruder und meine Oma im Alter von 12 Jahren einen Onkel.
Um das fortzuspinnen: als mein Vater geboren wurde, war sein Großonkel gerade mal 12 Jahre alt.

Alles klar? 😉